12th
Fremdenverkehr
Aber wir haben Probleme mit jenen Personen, die schon sehr lange hier sind und noch immer kein Deutsch sprechen. Sie können nicht zum Arzt gehen, bei den Lehrern ihrer Kinder nicht nachfragen, keine öffentlichen Verkehrsmittel benützen.
Im Unterschied zur Innenministerin hab ich ja überhaupt kein Problem mit Leuten, die weder Wartezimmer noch Busse und U-Bahnen füllen. Und wenn die zu Fuß nicht zum Arzt gehen oder individuell motorisiert meinen, dass LehrerInnen ihren Job mal schön alleine machen sollen, ist das doch deren Sache - sollten sie es als Problem wahrnehmen, werden sie schon was ändern. Warum sich die Ministerin da nen Kopf drum macht … zumal es doch, sofern ihre Analyse stimmt, doch viel dräuendere Probleme gibt:
Kann ein Land, in dem Tourismus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellt, sich ein schweineteures Bildungssystem leisten, das ÄrztInnen und LehrerInnen mit allzu bescheidenen Fremdsprachenkenntnissen entlässt? Oder öffentliche Verkehrsmittel, die ohne Beherrschung der Landessprache nicht benutzt werden können? Kann es wirklich sinnvoll sein, die verehrten erholungssuchenden DevisenbringerInnen aus aller Welt in ihrer Mobilität auf Fiaker und Schusters Rappen zu beschränken, wenn sie dann ihre blutig gelaufenen Füße nicht mal professionell verarzten lassen können? Ich meine, wie kommen die dann beizeiten wieder nach Hause? Was der Ministerin doch zweifellos am Herzen liegt. :-)