11th
Das kleine Flattern 46/09
Worüber Wien reden sollte: über Feinripp-Leiberln unter ausgeleierten offenen Trainingsjacken - was trainieren eigentlich Kerle, die sowas tragen? -, kombiniert zu bunten Synthetik-“Freizeit”-Hosen und “Tennis”-Socken in offenen Schlapfen. Und über ein gesetzliches Verbot, so gewandet die eigenen vier Wände zu verlassen. Aufklärung durch Bildung wirkt nicht gegen das ästhetische Feingefühl von Dampfwalzen: Burkazwang für jeden, der mit seinem Outfit die Augen unschuldiger Passantinnen foltert. (Und, Falter: Wer sich an meinem Kopftuch vergreifen will, kriegt was auf die Pfoten.)
Worüber Wien außerdem reden sollte: über das Unvermögen von Falter-RedakteurInnen, simple Sachverhalte zu begreifen. So schwer ist der Entscheid des Menschenrechtsgerichtshofs zu den Kreuzen in italienischen Schulen wirklich nicht zu verstehen. Kleiner Tipp: verboten und verbannt wurde gar nix.