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Nov.
17th
Do.
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Bäumchen wechsel dich

“Es wird wieder in die Polizei investiert.”

Sagt die für Sicherheit zuständige Ministerin. Und meint jenes Geld, das eingespart werden soll, wenn es statt 31 Polizeibehörden künftig nur noch neun solche gibt, wodurch 400 Stellen wegfallen, was acht bis zehn Millionen Euro Spareffekt entsprechen soll. Nun kann das ja kaum bedeuten, dass diese 400 PolizistInnen von ihren bisherigen Positionen weg in Richtung Arbeitsmarktservice getreten werden. Sind ja mehrheitlich wohl BeamtInnen, und vermutlich auch noch nicht alle im potenziellen Frühpensionsalter. Also werden die Damen&Herren wohl auf andere Stellen im Polizeidienst versetzt werden. Und weiter arbeiten. Und weiter bezahlt werden. Wo bleibt da die Einsparung? Ach - ich vergaß: Sie wird ja “wieder in die Polizei investiert.”

[ Quelle: Standard ]

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Juli
17th
So.
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Kreative Nachhaltigkeit

[ Es gibt den Gott des Tanach und es gibt Jesus Christus. Letzterer ist für gesetzestreue Juden nur ein ganz gewöhnlicher Mensch. Aber was soll’s - Wahrheit ist Wahrheit, so oder so. ]  

 Eine ganze Weile steckten Tante Google und ich die Köpfe zusammen, um herauszufinden, was dieses Plakat uns sagen will. Die Übersetzung des hebräischen Texts steht zwar dabei, aber das entschlüsselt den Sinn nicht wirklich - und wer ist eigentlich die “Aktion Mensch”?

Mit dem gleichnamigen deutschen Verein (der ehemaligen “Aktion Sorgenkind” des ZDF) hat sie nichts zu tun, und falls sie über eine Website verfügt, ist die verflixt gut versteckt - erstaunlich eigentlich für eine Initiative, die großflächig Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Laut Vereinsregister existiert die “Aktion Mensch” seit 2007 und residiert an derselben Adresse wie das bekanntere “Institut zur Cooperation bei Entwicklungs-Projekten”, was sicher praktisch ist, denn im Vorstand der “Aktion Mensch” sitzen icep-MitarbeiterInnen. Aber was tun sie da? Ideen der für die “Aktion Mensch” tätigen Werbeagentur abnicken? Wobei zwischen Aktion und Werbung keine ganz scharfe Trennlinie zu verlaufen scheint - “Aktion Mensch” wurde von Lowe-GGK-Mann Walther Salvenmoser initiiert, der auch die teilweise ziemlich schrägen Botschaften entwirft, mit denen der Verein sich ans ratlose Volk wendet. Der Kreativszene scheint sich der tiefere Sinn durchaus zu erschließen - jedenfalls darf sich GGK mit dem einen oder anderen Award für die Kampagnen schmücken.

Oh - vielleicht ist ja gar nicht das gemeine Volk die Zielgruppe, sondern die Fach-Jurys? Und der rätselhafte Verein dient der Verwertung von Ideen, für die AgenturkundInnen, die von ihren KundInnen verstanden werden wollen, nicht zu begeistern sind? Und heißt nur deshalb “Aktion Mensch”, weil “Werbemensch, der nix wegwerfen mag, was vielleicht irgendwann doch noch für irgendeine Aktion verwendet werden könnte” zu lang für vereinspolizeiliche Formular war? :-)

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Apr.
9th
Sa.
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Caturday

Meine Katze hält mich, ihr Blick sagt es deutlich, mindestens für spleenig. Eher aber für vollkommen irre. Gern würd ich ihr erklären, dass sie irrt. Und dass ich nicht in ihrem Klo dusche. Sondern dass sie in meine Wanne gepinkelt hat.

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März
20th
So.
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Goldener Fuchsschwanz am Bande

Wenn Mister 100000 Euro richtig läge mit seiner Vermutung, sein gemütlicher Brüsseler Lehnstuhl sei von Othmar Karas abgesägt worden: dann sollte der einen Orden kriegen.

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März
1st
Di.
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Heilige Strohsäcke

Wer hätts gedacht? In der Alpenrepublik ist sittsamer Lebenswandel tatsächlich zum medial behandelten Thema geworden. Bzw die Vermutung, das Gegenteil träfe zu. Bei Karima Al-Mahroug nämlich, Richard Lugners Opernballgast in diesem Jahr. Noble Standard-Autoren sehen da einen Griff in die Gülle, der aber doch exquisite Vulgarität erwarten lässt. ORF-Programmchef Lorenz parliert, feingeistig wie immer, von Logenstrich und Nuttenball und empfiehlt, die junge Frau als “unvermeidbare Marginalie” zu behandeln. Solche Anstandsattitüde wär schon päpstlicher als der Papst gewesen, als das klerikale Sittenbild noch weniger unschön anzusehen war. Aber vermutlich bricht sich in derlei Kommentaren eh nicht plötzlich entdeckte Tugendhaftigkeit Bahn, sondern die altbekannte Frauenfeindlichkeit. Die hat ja vordergründig immer schon gern unterschieden zwischen ehrbaren Damen und lockeren Dirnen - um Ersteren zu zeigen, dass die ganz alltägliche Diskriminierung noch um Ausgrenzung und Ächtung ergänzt werden könnte, wenn sie sich den herrlichen Spielregeln nicht unterwerfen. Hat sich nicht so wirklich viel gewandelt im Lauf der Jahrhunderte, scheints.

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Exotische NachbarInnen

Die im Nachbarland geübte Kritik am Doktor-ade-Freiherrn läuft im Kern darauf hinaus, der Mann habe entweder Charakter- oder aber Wahrnehmungsdefizite - je nachdem, ob er vorsätzlich plagiiert oder gar nicht realisiert hat, was er tut. Das sei aber schnurz, denn beides mache ihn ungeeignet fürs Ministeramt. Die Alpenrepublikanerin staunt ob solcher Strenge: Hierzuland wär mensch froh, wenn manche Figur auf der politischen Bühne entweder das eine oder das andere Defizit hätte - statt alle auf einmal und noch ein paar mehr.

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Febr.
21st
Mo.
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Messstäbchen

Wir müssen den Mut zu leistungsadäquater Bezahlung haben. Aufsichtsräte, die das als Ehrenamt sehen, verlieren ihre Messbarkeit.

[ ÖIAG-Chef Peter Michaelis im Standard-Interview ]

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Febr.
20th
So.
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Febr.
19th
Sa.
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Febr.
17th
Do.
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Und überhaupt

… sollten sich die QuotengegnerInnen auch klarmachen, dass sie dafür eintreten, die Strukturen der RKK in der säkularen Gesellschaft zu spiegeln. Wenn auch mit dem feinen Unterschied, dass die RKK in dieser Frage ohne faule Ausreden und vernebelndes Herumlavieren auskommt. :-)

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